Zaun

Lange hat es gedauert. Seit zweieinhalb Jahren wohnen wir nun in unserem Haus. Der Garten ist angelegt, es grünt und blüht, die Bäume und Büsche wachsen und wir genießen bei gutem Wetter die Sonne auf der Terrasse. 

Wenn wir draußen sind, ist unser Hund immer dabei. Ohne die lange Leine würde es ihn aber nicht lange auf seinem Platz halten, er ist eben ein sturer Terrier. Um nicht alle zwei Minuten aufstehen, ihn wieder mit seiner Leine entheddern zu müssen und ihm mehr Auslauf zu ermöglichen, musste ein Zaun her. Lange haben wir geplant, wie er laufen und welche Art von Zaun es werden sollte. Den Bereich Vorgarten und Haustüre haben wir bewusst ausgespart, weil wir einen freien Zugang zum Haus für uns und unsere Gäste gewährleisten wollten. 

Für den Rest des Gartens haben wir uns für einen Doppelstabmattenzaun in anthrazit entschieden. Lediglich auf der Rückseite des Grundstücks hat der Nachbar seinen grünen Maschendrahtzaun gezogen, was uns gut 15m Zaunbau erspart hat. Übrig geblieben sind immer noch fast 45m Zaunlänge in 1m Höhe mit 18 Pfosten, die größtenteils einbetoniert werden mussten. Lediglich hinter der Garage konnten sie mit speziellen Winkeln auf den vorhandenen Kantenstein gedübelt werden.

Zaunanbieter gibt es im Internet seeeehr viele und wir haben lange gesucht, bis wir den richtigen Anbieter gefunden haben. Die Qualität ist auf den ersten Blick sehr ähnlich, aber die Preisunterschiede sind gewaltig. Gelandet sind wir letztendlich bei der Firma Camas, einem Hersteller mit eigenem Onlineshop. Dort haben wir bestellt, per Vorkasse bezahlt und dann gut drei Wochen gewartet. Die telefonische Erreichbarkeit war ab und an etwas schwierig, aber die Abwicklung war dennoch sehr gut. Geliefert wurde eine große Palette, gut befestigt und gesichert mit allem drum und dran.

In der Zeit zwischen Bestellung und Lieferung habe ich die Löcher für die Pfosten ausgehoben. Ich dachte, mit einem Erdbohrer, den ich mir im örtlichen Baumarkt geliehen habe, würde das ein Kinderspiel. Das war es auch – zumindest auf den ersten 20cm. Dann musste ich feststellen, dass unser Haus definitiv nicht auf Sand gebaut ist. Als der Bohrer auf dem ersten großen Stein traf, fraß er sich urplötzlich fest und statt des Bohrers drehte sich oben der Motor selbst, riss an meiner Schulter und schlug mir auf der anderen Seite in den Oberschenkel. Das war der schmerzhafte Moment, der mich zweifeln ließ ob ich an diesem Tag 14 Löcher ausheben werden würde. Ich änderte meine Strategie, bohrte von nun an vorsichtig die ersten 20cm und grub die restlichen 35cm von Hand – mit Spaten, Gartenschäufelchen und bloßen Händen. Am Abend war ich fertig, im wahrsten Sinn des Wortes. Jede Faser meines nicht mehr ganz jungen Körpers tat weh, aber ich hatte es geschafft. 

Am letzten Wochenende folgte nun der zweite Teil des Projektes, der Aufbau des Zaunes. Schnell noch im Baumarkt 20 Säcke Estrichbeton und eine Winkelwasserwaage (das beste Hilfsmittel ever) gekauft und los ging es mit 2 ambitionierten Helfern. Auf youtube gibt es genügend Tutorials, die einem zeigen, wie man einen solchen Zaun baut. Das Wichtigste ist, dass man die Matten immer an die Pfosten vormontiert und dann erst die Pfosten einbetoniert. Ansonsten ist es unmöglich, die Matten nachträglich an den Pfosten zu befestigen. So arbeitet man sich Matte für Matte und Pfosten für Pfosten vorwärts. Mit etwas handwerklichem Geschichte ist das kein Hexenwerk und abends um 22.00 Uhr konnte unser Hund zum ersten Mal seinen freien Auslauf genießen. 

Robby

Seit Weihnachten haben wir einen neuen Haushaltshelfer. Er hört aufs Wort, er beklagt sich nicht über Staub und Schmutz, er arbeitet selbständig und wenn es sein muss fast pausenlos.

Robby ist unser Staubsaugroboter von iRobot. Wir hatten uns lange überlegt, ob sich eine solche Anschaffung lohnt. Spielzeug oder echte Hilfe – wir waren uns nicht sicher und so liehen wir uns Emil (jeder scheint seinem Roboter einen Namen zu geben) von Freunden aus um ihn bei uns zu testen. Die Frau des Hauses war schon nach den ersten Runden, die er gedreht hatte, begeistert und ich konnte das Leuchten in ihren Augen sehen. Der Hund empfand den „Neuen“ im Haus anfangs als echten Eindringling, sprang um ihn herum, knurrte und bellte ihn an.

Nach ein paar Abenden der Recherche haben wir unseren Robby bestellt. Amazon lieferte dank Prime am nächsten Tag und seit dem saugt sich Robby abwechselnd durch die Räume des Hauses, unten, oben oder in der Mitte. Zumeist saugt er in unserer Abwesenheit und wenn wir kommen ist es sauber. Die Saugleistung ist in Ordnung. Robby fährt vollkommen chaotisch durch jeden Raum, überfährt nach Aussage des Herstellers jede Stelle fünf Mal und saugt den Staub über zwei rotierende Bürsten in sich hinein.

Wenn er fertig ist, bleibt er stehen und schaltet sich ab, geht ihm der Strom aus, fährt er auf seine Ladestation.

Robby ersetzt nicht unseren normalen Staubsauger, da Robby weder Treppen mag (er fährt bis zum Rand der obersten Stufe und dreht dann dank seiner Sensoren wieder ab) noch Fussleisten. Diese müssen immer noch von Hand gesaugt werden.

Alles in allen ist es aber in einem Haus mit drei Kids und Hund wesentlich sauberer als früher. Wir geben unseren Robby nicht mehr her…

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Das Piep-Ei zum Mitkochen

Ei, ei, ei, was eine tolle Erfindung. Mein geliebter Eierkocher hatte leider schon vor dem Umzug das Zeitliche gesegnet und wurde nach langen Jahren treuer Dienste und vieler harter und weicher Eier in die ewigen Jagdgründe verabschiedet.

Seit dem Einzug wurden daher die Frühstückseier nach alter Väter Sitte ganz traditionell im Topf mit Wasser gekocht. Manchmal war das klassische 3-Minuten-Ei wachsweich, manchmal steinhart und ab und an auch irgendwas dazwischen. Es war immer wieder eine Überraschung was da nach dem Kappen des Deckels da zum Vorschein kam.

Eine sehr gute alte Freundin kannte unsere Not und bei ihrem letzen Besuch schenkte sie uns ein Piep-Ei. Diese wunderbare Erfindung ersetzt jeden Eierkocher und erspart einem das Überwachen der Kochzeit. Einfach das Piep-Ei zusammen mit den Eiern im Kühlschrank lagern und dann mit den Eiern in den Topf geben. Das Ei spielt je nach Kochzeit und somit Härtegrad drei unterschiedliche Melodien. Für ein wachsweiches Ei ertönt nach der notwendigen Zeit „Killing me softly“, die Freund mittelharter Eier warten bis „House of the rising sun“ gespielt wird und harten Typen hören sich am Ende noch „Final countdown“ an bevor sie die Eier abschrecken.

Ganz einfach und immer mit zuverlässigem Ergebnis für das perfekte Frühstücksei.

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Noch ein paar Fliesen

In unserem großen Bad hatten wir den Vinylboden bis direkt an den Rand der Duschwanne verlegt. Die Glastür an der Dusche verhinderte zwar, dass Spritzwasser auf den Vinyl spritze aber beim Öffnen der Tür nach dem Duschen und beim Heraustreten ließ es sich nicht verhindern, dass doch Wasser auf den Boden tropfte.

Trotz Silikonabdichtung an den Rändern blieb zumindest ein unsicheres Gefühl ob das Wasser nicht doch den Weg unter das Vinyl finden könnte und so entschlossen wir uns – nicht zuletzt nach den positiven Erfahrungen mit Verlegen der Fliesen unter dem Ofen – auch vor der Dusche auf Keramik zu setzen.

Mit einem scharfen Cutter haben wir den Vinyl rausgetrennt, den Fliesenkleber aufgetragen und vier der Wandfliesen, die wir noch übrig hatten, sauber mit einer Abschlusskante aus Aluminium verlegt. Ausgefugt, Silikonkante gezogen. Fertig!

Jetzt ist dieser Stelle dicht und das unsichere Gefühl ist verschwunden.

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Wieder mal ein DANKE!

Das ist der erste Beitrag in diesem Jahr und es ist ein Anlass mal wieder danke zu sagen. Mittlerweile sind es über 57.000 Seitenaufrufe von gut 13.000 Besuchern, die einmalig oder gar öfter auf unserer Seite vorbeigeschaut haben.

Gerade in den letzten Monaten sind die Zahlen konstant gestiegen und das obwohl unser Haus fertig und die Zahl der neuen Beiträge dadurch eher gering ist.

Insgesamt ist es aber eine sehr schöne Bestätigung für die Arbeit, die ein solcher Blog mit sich bringt. Ich werde auf jeden Fall versuchen, auch weiterhin immer mal wieder Interessantes rund um Haus und Garten zu veröffentlichen.

Unter dem Kaminofen…

…lag bisher eine Glasplatte. Die (oder besser eine Fläche aus nichtbrennbarem Material) ist vorgeschrieben, sonst meckert der Kaminkehrer bei der Abnahme. Wir hatten uns im letzten Jahr für Glas entschieden, weil wir es gerne transparent wollten und man das Dekor des Vinylbodens durch das Glas sehen sollte.

Leider war der Ofen schwer und der Vinyl etwas flexibel, so dass sich das Glas vorne anhob und sich im Lauf des Jahres allerlei Staub und Dreck darunter sammelte. Da half kein Saugen und auch sonst kein Trick. Mit der Zeit wurde das Ganze ziemlich unansehnlich.

Vorletztes Wochenende hab ich den Ofen demontiert, das Rauchrohr und die Speichersteine entfernt und dann den schweren Gusskörper gaaaaanz langsam zur Seite geschoben. Zuerst wollte ich die Glasplatte saubermachen und neu verkleben. Nachdem ich aber noch einmal eine Nacht darüber geschlafen hatte, reifte die Idee, den Bereich zu fliesen. Die Woche über haben wir genutzt, die passenden Fliesen zu finden. Dunkelgrau – hellbeige –  die Meinungen gingen zu Beginn auseinander. So haben wir Muster nach Hause geschleppt und sie an Ort und Stelle zur Entscheidung ausgelegt So wurde es eine hellbeige Fliese in 30x60cm, die zum Boden passt und einen guten Kontrast zum Ofen bildet.

Ein freundlicher Kollege hat mir dann eine Festo-Tauchsäge geliehen, mit der ich dem Vinyl zu Leibe gerückt bin um ein sauberes Rechteck herauszuschneiden. Dann folgte die klassische Verlegung der Fliesen. 4 Reihen à 2 Stück, genau ein Paket. Außenrum als Begrenzung zum Vinyl eine Leiste aus Aluminium. Zum Schluss noch Verfugen und den Ofen wieder drauf. Fertig. Sieht gut aus, ist stabil, Staub und Dreck können höchsten noch oben drauf liegen – gut erreichbar für Staubsauger oder WIschmob.

Am letzten Sonntag haben wir abends zum ersten Mal dieses Jahr eingeheizt… Schön wie das Feuer knistert.

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Garten vor der Haustür

Heute haben wir unseren Vorgarten optimiert. Der von der Stadt beauftragte Landschaftsgärtner hat begonnen, den 80cm breiten Streifen zur Strasse hin zu bearbeiten. Er wird mit Schotter aufgefüllt. Sieht zwar nicht toll aus, läßt sich aber nicht ändern. In diesem Punkt ist die Stadt nicht wirklich diskussionsbereit. Es soll einfach praktisch und möglichst pflegeleicht sein und wenig kosten. Optische Aspekte rücken da in den Hintergrund.

Umso schöner soll dafür unser Vorgarten aussehen. Die Plfanzen- und Gestaltungsbeauftragte in Person meiner Frau hat da sehr genaue Vorstellungen. Mir bleibt hier nur die Funktion des Lochgräbers und Erdbewegers. Unzählige Buchse in Reih und Glied am Rand, in der Mitte Gräser, Bodendecker und Lavendel. Zum Schluss noch etwas Rindemulch auf den nackten Boden – fertig.

Ein Stück auf dem wir bereits Rasen gesät hatten, haben wir wieder umgegraben und in den Vorgarten einbezogen, weil dort aufgrund des Dachüberstandes und des sehr trockenen Sommers kein Hälmchen wuchs.

Jetzt ist das Ganze stimmig. Wir sind schon gespannt wie es aussieht, wenn alles wächst und gedeiht.

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Terrasse fertig

Alle guten Dinge sind 3…

Das gilt (leider) auch für unsere Terrasse. Wer hier regelmäßig mitgelesen hat, kennt dieses traurige Kapitel unseres Hausbaus. Für alle anderen hier die kurze Zusammenfassung:

Der von uns beauftragte Pflasterleger war kein Künstler und sein handwerkliches Ergebnis der Verlegung unserer Terrasse war indisktabel. Wir haben ihn von der Baustelle verwiesen, Geld einbehalten und seit dem nichts mehr von ihm gehört. Ich habe dann die Randsteine, die alle krum und schief und teilweise beschädigt warenn, herausgerissen und von einem wirklichen Pflasterspezialisten, der sein Handwerk versteht wieder neu setzen lassen.

Der Plan war dann, selbst die Planie des Splits herzustellen und das Pflaster selbst zu verlegen. Hatte ich schon einmal in kleinerem Umfang selbst gemacht und sollte auch diesmal kein Hexenwerk sein – dachte ich…

Also, den Feinsplitt abgezogen und Stein für Stein das Pflaster wieder verlegt. Leider geht die Terrasse um die Ecke was ein Gefälle in zwei Richtungen zur Folge hat. Hier nahm das Verhängnis seinen Anfang. Langer Rede kurzer Sinn, das Ergebnis meiner Pflasterkunst sah eher aus wie eine Berg-und-Tal-Bahn und ich war nicht zufrieden (meine Frau würde sagen, das ist noch ziemlich wohlwollend ausgedrückt)

Also habe ich den Pflasterspezialisten noch einmal angerufen und ihn gebeten, das Werk endgültig zu vollenden, was aufgrund seiner guten Auftragslage weitere 4 Wochen dauerte. Aber was lange währt wird endlich gut. Unsere Terrasse ist nun endgültig fertig, sie ist eben und sehr sauber verlegt – so wie es sein soll. Nun freuen wir uns, draussen zu sitzen, zu grillen und den Rest des Sommers zu geniessen. Dass unser Pflasterer uns auch noch einen sehr fairen Preis gemacht hat, freut uns zusätzlich.

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Ein Jahr…

…leben wir nun schon in unserem neuen Haus

Es ist unser Haus und so langsam sind immer weniger Restarbeiten übrig. Ich sage bewußt nicht, dass wir bald fertig sind –  fertig wird man als Häuslebauer wahrscheinlch nie, aber die letzten großen Etappen vor allem im Außenbereich haben wir geschafft. Die Terrasse ist nun endlich gepflastert, der Rasen wächst und muss regelmäßig gemäht werden und die ersten Sträucher und Gräser haben wir auch gepflanzt. Was noch fehlt, ist ein Zaun, den wir brauchen, damit Hadley sich frei im Garten bewegen kann, ohne ständig angeleint zu sein.

Wir haben nette Nachbarn, mit denen wir schon einige sehr schöne und teils feucht-fröhliche Abende verbracht haben. Vor kurzem haben wir eine Straßenfest organisiert, bei dem fast alle Nachbarn anwesend waren und wir bei Steaks, Bier, Wein feierten bis spät in die Nacht.

Kurzum. wir haben uns sehr gut eingelebt  und wir fühlen uns sehr wohl.

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Die erste Mahd

Der Rasen ist mittlerweile schön gewachsen, Dicht an dicht stehen die saftigen grünen Halme. Nur an manchen Stellen blitzt noch die braune Erde durch, aber auch hier wird sich das Gras weiter ausbreiten.

Natürlich haben wir auch Unkraut zwischendrin. Disteln, Wiesengräser, Klee, allerlei Großblättriges, aber die Frau des Hauses hat viele Tage auf den Knien in der Wiese verbracht und mit Akribie alles herausgezupft, was dort nicht hingehört.

Heute war es nun so weit, die erste Mahd stand an. Eigentlich träume ich von einem vollautomatischen elektrischen Mähschaf, einem Roboter, der unermüdlich durch den Garten fährt, nur von einem im Boden unsichtbar verlegten Begrenzungsdraht im Zaum gehalten, das Gras auf die voreingestellten Länge schneidet.

Ein schöner Zufall hat diesen Traum zunächst einmal auf unbestimmte Zeit verschoben. Ein Freund hat mir seinen Rasenmäher vermacht, weil er nach einem Umzug eine deutlich kleinere Rasenfläche sein Eigen nennt und die Halme zukünftig mit der Nagelschere schneiden kann 🙂 So bin ich nun im Tausch gegen eine Flasche Rotwein stolzer Besitzer eines benzingetriebenen Mähers mit Einzelradschnitthöhenverstellung, Hinterradantrieb und dem typischen Briggs&Stratton Motor.

Er sprang nach einer kurzen Reinigung der Zündkerze zuverlässig an und fraß sich Quadratmeter für Quadratmeter durch die Rasenfläche. Kurz aber nicht zu kurz soll der Rasen bei der ersten Mahd geschnitten werden und so war die Wiese nach relativ kurzer Zeit gestutzt und es roch nach frisch gemähtem Gras…

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